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Besinnung zu Quasimodogeniti - 11.04.2021

Gedanken zum 1. Sonntag nach Ostern  -Quasimodogeniti-

11. April 2021

 (Joh. 21, 1 – 14)

Der Auferstandene am See Tiberias

1Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:

2Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger.

3Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.

4Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.

5Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.

6Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.

7Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. 8Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.

9Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fische darauf und Brot. 10Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!

11Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.

12Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. 13Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch die Fische.

14Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.

 

Simon Petrus, seine alten und ein paar neue Freunde sind wieder am See Genezareth. Da, wo alles angefangen hat. Da, wo sie gelebt und gearbeitet haben, bevor sie Jesus begegnet sind.
Ich vermute, Petrus und seine Freunde sind gleich nach dem Tod Jesu in ihre Heimat zurückgekehrt. Enttäuscht, verwirrt, mit zerstörten Hoffnungen. Es war die alte Clique, Petrus, Johannes und Jakobus, die früher schon zusammen als Fischer gearbeitet hatten, dazu ein paar der neuen Freunde, Thomas und Nathanael und noch zwei ungenannte. Wenn man enttäuscht und verunsichert ist, dann ist es gut, mit Freunden zusammen zu sein und etwas Vertrautes
zu tun. Dann hilft die Arbeit, Abstand zu gewinnen zu einschneidenden Ereignissen.
Petrus, nach wie vor der Anführer,
fährt mit seinen Freuden raus auf den See. Aber sie fangen nichts. Verlernt werden sie ihr Handwerk nicht haben. Aber manchmal kommt es eben so, und man hat das Gefühl, es passiert besonders dann, wenn man ein Erfolgserlebnis gut brauchen könnte.

In der Morgendämmerung sehen sie jemanden am Ufer stehen. Er fragt sie nach ihrem Fang, will ihnen offensichtlich Fische abkaufen. Wenn man einen Misserfolg zu verdauen hat, dann kann man jemanden, der einen darauf anspricht, gerade gut brauchen. Das knurrige "Nein" kann ich mir gut vorstellen.

Sie erkennen ihn nicht, der da fragt.

Das begegnet uns ja immer wieder in den Ostergeschichten, dass die Jünger den Auferstandenen nicht erkennen. Merkwürdig, sie haben mindestens ein Jahr eng zusammengelebt. Irgendetwas muss an Jesus nach seiner Auferstehung so anders gewesen sein. Erst in seinem Tun erkennen sie ihn, aber so weit ist es noch nicht.

Er sagt: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden.
Klasse, und jetzt auch noch ein Tipp von einer Landratte. Es gibt Tage, die laufen einfach super.
Wobei: Petrus wird die Szene bekannt vorgekommen sein. Zurück auf Anfang. 'Das hatten wir doch schon mal` wird er sich erinnert haben, 'damals, als Jesus von meinem Boot aus zur Menge gesprochen hat, nach jener Nacht, in der wir auch nichts gefangen hatten. Da sollten wir mitten am Tag das Netz auswerfen, und dann war es zum Bersten voll. Damals habe ich noch gesagt: "Auf dein Wort hin will ich es tun" (auch wenn es aller Fischererfahrung widerspricht). Damals hatten wir Erfolg. Also werden wir es jetzt wieder tun.'

Und auch diesmal ist das Netz zum Bersten voll. Der Jünger, der Jesus lieb hat - wir haben Karfreitag und Ostersonntag gesehen, dass das so eine idealtypische Gestalt war, ein Musterjünger - er erkennt als erstes, dass es Jesus ist. Nun wirft sich Petrus, impulsiv wie immer, ins Wasser und schwimmt ans Ufer. Immerhin versucht er diesmal nicht, über das Wasser zu gehen, er ist ja durchaus lernfähig.

Die anderen bringen das Boot und den Fang an Land.
Jesus hat schon Frühstück gemacht, ein Kohlenfeuer mit Fischen und Brot.

Zwei Züge an der Geschichte finde ich besonders und festhaltenswert:

Jesus tritt den Jüngern in der Geschichte nicht als der Richter gegenüber, obwohl er dazu sicher Grund hätte, nach ihrem Verhalten bei der Gefangennahme und Hinrichtung Jesu.
Diese Ostergeschichte ist eine Vergebungsgeschichte. Jesus macht ein Angebot an seine Jünger, wendet sich ihnen liebevoll zu. Er sucht die Gemeinschaft mit den Menschen, ist für sie da.

Das ist das eine, was ich an der Geschichte liebe.
Und das zweite: Jesus wird beim gemeinsamen Essen erkannt.

So unklar vorher bleibt, wer dieser Fremde ist. Als er sagt: „Kommt und haltet das Mahl!“ wussten sie, dass es der Herr ist.

Jesus nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die Fische. Es sind die gleichen Worte wie beim letzten Mahl vor seinem Tod. Es sind die gleichen Worte und Gesten, an denen ihn die Emmaus Jünger erkennen und auch die Gemeinde in Jerusalem. Es sind die Worte, die auch wir bei unseren Abendmahlsfeiern sagen und hören.

Ich hoffe, dass wir bald wieder gemeinsam Abendmahl feiern können, um erneut erfahren zu dürfen, dass Jesus, der Auferstandene, immer in unserer Mitte zugegen ist.

 

 

Martin Fuhr, Prädikant (Mümling-Grumbach)

Besinnung zu Palmsonntag

Gedanken zum Palmsonntag
(Joh. 12, 20 – 24)

Die Ankündigung der Verherrlichung
20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem
Fest. 21 Die traten zu Philippus, der von Betsaida aus Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollten Jesus gerne sehen. 22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagen´s Jesus weiter. 23 Jesus aber antwortet ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Jünger sind gespannt, wie Jesus seine
Ankündigung, dass jetzt das Himmelreich auf Erden aufgebaut würde, umsetzt. Sie sind sicher, dass
Jesus als der strahlende Sieger hervortritt, dass selbst Pilatus, der Statthalter der römischen
Besatzungsmacht, sowie der Hohepriester der Juden und die Pharisäer Jesus anerkennen müssen.
Das Volk jedenfalls hat Jesus schon hinter sich, kalkulieren sie. So wie die Menschen Jesus beim
Einzug in Jerusalem überschwänglich zugejubelt haben, war es für sie schon das sichere Zeichen für
die Bestätigung seiner Herrschaft.
In dieser Situation treten nun mehrere Griechen an die Jünger heran und bekunden ihr Interesse,
mit Jesus in Kontakt zu kommen. Auf dem kleinen Dienstweg wird der Wunsch der ausländischen
Juden über Philippus und Andreas gleich an Jesus weitergeleitet. Das ist doch die Gelegenheit,
denken die Jünger. Wenn das Geschehen um Jesus auch im Ausland publik gemacht würde, dann
hätte das doch eine ganz andere Breitenwirkung. Super!
Die Antwort Jesu scheint sie in ihrem Denken zu bestätigen: „Die Zeit ist gekommen, dass der
Menschensohn verherrlicht werde.“ Das bestätigt sie in ihrer Vorstellung von der großen
Machtdemonstration Jesu, die in den nächsten Tagen erfolgen wird. Einen kurzen Moment dürfen
die Jünger noch hoffen, dass mit der „Verherrlichung“ Jesu der Durchbruch zum „König der Juden“
gemeint ist, der sein eigenes Reich, gegen die Fremdherrschaft der Römer, aufbaut, mit wichtigen
Posten für seine Jünger.
Diese Gedanken lösen sich aber schon nach wenigen Sekunden in Rauch auf. Jesus macht im
nächsten Satz unmissverständlich klar, wie für ihn die „Verherrlichung des Menschensohns“
aussieht. Sie führt ihn in den Tod. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht
in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Nur wenn
er sich für die Menschen hinrichten lässt, kann er den Weg der Verherrlichung gehen. Das ist seine
Botschaft an die Welt, die für viele nicht oder nur schwer zu verstehen ist. So wie Paulus es in
seinem Brief an die Korinther (Kap.1, 23) formuliert: „wir aber predigen den gekreuzigten Christus,
den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“. Auch heute haben viele ein Problem damit,
das Geschehen von Golgatha zu akzeptieren. Mit dem Verstand allein ist das nicht zu erklären. Es
geht nur mit Glauben. Den Glauben daran, dass Gott uns mit dem Geschenk seines Sohnes befreit
von Sünde und Tod. Denn nach dem Tod Jesu folgt die Auferstehung, folgt Ostern. Der Tod hat
nicht das letzte Wort. Das macht uns froh, das gibt uns Hoffnung und Kraft, die frohe Botschaft in
diese Welt zu tragen, zum Segen für alle Menschen.


Martin Fuhr, Prädikant (Mümling-Grumbach)

Gedanken zum Sonntag Judika - 21.03.21

Gedanken zum Sonntag Judika – 21.03.2021

„Schaffe mir Recht, Gott“, das sind, aus dem Lateinischen übersetzt, die ersten Worte des Psalms 43, des Wochenpsalms für den heutigen Sonntag. Schaffe mir Recht, Gott, ist ein Wunsch, eine Bitte in Zeiten der Not, der Unsicherheit nicht von Gott alleingelassen zu sein. Das Gefühl allein zu sein, ist eines, das für mich ein häufiger Begleiter ist, gerade in Phasen, in denen es mir nicht gut geht. Oder in denen ich ohnehin schon unsicher bin und eigentlich der Vergewisserung bedarf. Wenn ich eine Stärkung brauche, jemanden, der mir sagt: Du bist gut so, wie du bist, es wird alles wieder gut, du bist nicht allein.

Auch in der Bibel werden solche Geschichten von einzelnen Personen erzählt, so auch von Hiob. Hiob wird von Gott auf die Probe gestellt, der Satan und er verführen ihn und sorgen dafür, dass er immer wieder krank wird, dass er nicht mehr arbeiten kann, seine Familie sich von ihm abwendet. Das alles um seinen Glauben zu prüfen. Und Hiob? Hiob, so wird erzählt, hält an Gott fest. Er hält an seinem Glauben fest, was auch immer ihm zustößt. Er geht seinen Weg im Vertrauen auf Gott. Immer wieder sind seine Worte auch Klage, neben der Schilderung des Geschehens. Klage über sein Schicksal, die aber auch immer noch den eigenen Glauben und die Hoffnung auf eine Änderung durchblicken lässt. Aber lesen sie selbst:

Hiob 19,19-27: Alle meine Getreuen verabscheuen mich, und die ich lieb hatte, haben sich gegen mich gewandt. Mein Gebein hängt nur noch an Haut und Fleisch, und nur das nackte Leben brachte ich davon. Erbarmt euch über mich, erbarmt euch, ihr meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich getroffen! Warum verfolgt ihr mich wie Gott und könnt nicht satt werden von meinem Fleisch? Ach dass meine Reden aufgeschrieben würden! Ach dass sie aufgezeichnet würden als Inschrift, mit einem eisernen Griffel und mit Blei für immer in einen Felsen gehauen! Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

Da sind starke Sätze dabei. Starke Sätze, die von der Not Hiobs sprechen. Er fühlt sich zunehmend allein gelassen, von seinen Freunden, seinen Getreuen, von denen die er lieb hatte. Er hofft auf Hilfe und Erbarmen, da ihn die Hand Gottes getroffen hat. Aber was nimmt er war? Auch seine vermeintlichen Freunde haben ihn allein gelassen. Diese Not, scheint sehr deutlich durch: Hiob ist nicht nur mit allerlei Krankheiten geschlagen, nein er fühlt sich auch immer mehr allein gelassen, obwohl er auf Gott vertraut, von dem auch die Begleitung zugesagt ist. Das ist Hiobs feste Überzeugung. Ich glaube, ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Ich weiß, dass Gott mich in allem nicht allein lässt. Und doch sehnt er sich sehr deutlich danach, dass Gott ihm das auch zeigt, dass er angenommen ist. Danach sehnt sich mein Herz, so sagt er.

Er sehnt sich nach dem Ende, dem Ende seines persönlichen Leidensweges. Und das verbindet Hiob mit ganz vielen von uns. Das Gefühl der Einsamkeit, es ist auch bei Jesus auf dem Weg zum Kreuz zu entdecken, wenn er im Garten Gethsemane Gott darum bittet wenn möglich dieses Geschehen an ihm vorüber gehen zu lassen. Und dann am Kreuz, kurz vor seinem Tod der eindringliche Satz: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Und dann am Ende wird sichtbar und spürbar. In allem bleibt Gott doch erhalten, der Glaube führt am Ende zum Ziel, zu Gott selbst. Christus lebt das durch seine Auferstehung vor. Dann wird aus der Ahnung Hiobs Gewissheit: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Dann ist alles Leid nicht umsonst gewesen, die Hoffnungslosigkeit wird durch neue Hoffnung abgelöst. Und das macht mir Mut für mein eigenes Leben. Wann immer ich Angst und Einsamkeit spüre, versuche ich mich an Hiob, an Jesus Christus zu erinnern und mir ein Beispiel an ihrem Glauben zu nehmen und neue Hoffnung aus der Vergewisserung der Nähe Gottes zu schöpfen. Auch, und gerade dann, wenn es nicht leicht ist. Daran erinnert die Passionszeit jedes Jahr aufs Neue.

 

Psalm 43:

Schaffe mir Recht, Gott,

und führe meine Sache wider das treulose Volk

und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

Denn du bist der Gott meiner Stärke:

Warum hast du mich verstoßen?

Warum muss ich so traurig gehen,

wenn mein Feind mich drängt?

Sende dein Licht und deine Wahrheit,

dass sie mich leiten

und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

dass ich hineingehe zum Altar Gottes,

zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Gedanken zum Sonntag Reminiszere - 28.02.2021

4Herr, zeige mir deine Wege

und lehre mich deine Steige!

5Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!

Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.

Psalm 25,4+5


                  


Guter Gott,
oft fühle ich mich gefangen, zwischen den trüben Tagen und den hoffnungserfüllten Tagen voller Sonnenschein.

Schenke mir die Gewissheit, dass du bei mir bist. Auch im Nebel mancher Tage.

Lass mich immer wieder neu deine Liebe spüren und sie in diese Welt hinaustragen. Gerade auch in der Passionszeit, in der wir uns auf dein Sterben und Auferstehen vorbereiten.

Gib mir die Gewissheit, dass deine Liebe alles überdauert und am Ende deine Sonne unsere Tage erfüllt. Auch über das irdische hinaus bis in dein Reich hinein. Amen.

Sonntag Invokavit

Besinnung zum Sonntag Invokavit
1. Sonntag der Passionszeit
am 21.02.2021

Jesus und der Verräter (Johannes 13, 21 – 30)
21Als Jesus das gesagt hatte, wurde er erregt im Geist und bezeugte und sprach:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22Da sahen sich
die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete.
23Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische lag an der Brust Jesu, den
hatte Jesus lieb. 24 Dem winkte Simon Petrus, dass er fragen sollte, wer es wäre, von
dem er redete. 25 Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist’s?
26Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm
den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das
tue bald! 28Niemand am Tisch aber wusste, wozu er ihm das sagte. 29Denn einige
meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest
nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte. 30Als er nun den Bissen
genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.

Die närrischen Tage des Karnevals liegen hinter uns, obwohl sie in diesem Jahr ja sehr
verhalten ausgefallen sind. Und nun in der Passionszeit, der Fastenzeit, sind wir
aufgefordert, den Leidensweg Jesu bis Karfreitag und Ostern mitzugehen. Johannes
führt uns mit dem Predigttext auch gleich mitten hinein in das Geschehen der
Karwoche. Zum letzten Mal sitzt Jesus mit seinen Jüngern zusammen beim
Abendmahl. Zuvor hatte er seinen Jüngern noch wichtige Hinweise gegeben, wie sie
in der Nachfolge Jesu die große Verantwortung tragen können. Jesus weiß, wie
wichtig diese Hinweise für seine Jünger sind, und dass ihnen nicht mehr viel Zeit des
gemeinsamen Miteinanders bleibt. Deshalb seine geistige Anspannung. Er hat ihnen
ja schon etliche Male vorher konkrete Hinweise gegeben, welchen Weg er bis ans
Kreuz gehen wird. Nun offenbart er ihnen die Tatsache, dass er von einem seiner
Jünger verraten werden wird. Die Jünger sind geschockt. Das kann doch nicht sein.
Wer sollte so etwas tun? Schnell beauftragen sie den Jünger, der Jesus am nächsten
war, dass er den Namen herausfinden sollte. Jesus geht darauf ein, und gibt als
Zeichen dem Judas das Stück Brot und fordert ihn direkt auf, mit seinem Verrat nicht
lange zu warten. Judas ist jetzt offenbart. Es wird Nacht um ihn. Trotz der
Eindeutigkeit des Hinweises verstehen die Jünger immer noch nicht, was es mit dem
Verrat auf sich hat. Sie gehen zur Tagesordnung über. Die Anspannung verfliegt.
Judas wird wohl als ihr Kassenverwalter einen Auftrag zu erledigen haben.

Ja, ja, die Jünger. So waren sie halt. Sie begreifen über weite Strecken nichts, was es
mit Jesus auf sich hat. Sie sind wie träumende Kinder. Das macht sie mir sympathisch.
Ich finde mich in ihrem Denken oft wieder.
Was mir auffällt sind die Unterschiede im Gruppengefüge. Da gibt es einen Jünger,
der die direkte Nähe von Jesus sucht und findet. Er braucht Körperkontakt, sitzt oder
steht immer direkt neben Jesus. Er ist der, „den Jesus lieb hatte“, heißt es im Text. Der
größere Teil der Jünger ist da schon distanzierter. Sie haben durchaus noch
„weltliche“ Ziele. Streiten sich um die Rangfolge in der Hierarchie: Wer wird nach
Jesus der zweitwichtigste Mann sein? Und dann gibt es da noch Judas, der ganz
andere Ambitionen hat, mit denen er am weitesten von Jesus entfernt ist. Über seine
Beweggründe erfahren wir in dem Text nichts. Da ist schon viel spekuliert worden.
Judas, das Werkzeug des Teufels, oder doch nur der Vorbereiter des „Coming-out“
von Jesus, um den Mächtigen endlich unmissverständlich zu zeigen, wer die Macht
hat. Nichts von alledem. Jesus demonstriert seine Macht, indem er sich für uns
Menschen hingibt. Er fügt sich dem Willen Gottes, seines Vaters, und geht für unsere
Schuld und Sünde in den Tod. Er behält das Heft des Handelns in der Hand, indem er
genau das tut, was ihm von Gott als Auftrag gegeben ist. Diese Liebe können wir nur
dankbar annehmen und weitergeben. Nutzen wir die Passionszeit zur inneren Einkehr,
um getrost und gestärkt die Herausforderungen der Zeit zu erkennen und zu
bestehen.
Verfasser: Martin Fuhr, Prädikant, Mümling-Grumbach

Gedanken zum Sonntag Estomihi – 14.02.2021 – Pfarrerin Corinna Koppe

Gedanken zum Sonntag Estomihi – 14.02.2021 – Pfarrerin Corinna Koppe

Der Sonntag Estomihi ist der Sonntag vor dem Beginn der Passionszeit, für viele der Faschingssonntag, der noch ganz im Zeichen der lustigen Jahreszeit, der Umzüge und Sitzungen steht. Auch hier bei uns. Und doch ist es ein Sonntag der den Blick schon weiter lenkt auf die Passion und auf Ostern. So spricht der für heute vorgeschlagene Predigttext vom rechten Fasten, vom Sinn und Unsinn. Und dass in einem recht rüden Ton. Aber lesen Sie selbst: Jesaja 58,1-9a

Falsches und rechtes Fasten

1 Rufe laut, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem Hause Jakob seine Sünden! 2 Sie suchen mich täglich und wollen gerne meine Wege wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie wollen, dass Gott ihnen nahe sei. 3 »Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst's nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. 4 Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. 5 Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit oder seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat? 6 Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! 7 Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. 9 Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.

Dieser Text ist zweigeteilt. Am Anfang steht die Anklagerede des Propheten und ab Vers 4 hört man die Antwort Gottes. Vor allem bei den ersten Versen habe ich einen Pfarrkollegen im Ohr, der diesen Text eindrucksvoll zu Gehör brachte. RUFE LAUT, HALTE NICHT AN DICH! Lass deine Zweifel, deine Wut, deine Angst raus. Gerade jetzt, vor dem Beginn der stillen Passionszeit. Lass deine Fragen, deine Anklagen, aber auch deine Hoffnung Raum gewinnen. Und ist das nicht auch eine Funktion der Fastnacht? Satirisch und Humorvoll werden in den Büttenreden die Ereignisse des letzten Jahres betrachtet. Zugegeben, so mancher Klamauk und so mancher Witz auf Kosten anderer mag auch dabei sein. Aber eines vor allem. Das Lachen können, das Lachen können über sich selbst, aber auch so manche unangenehme Situation, nicht alles so bierernst nehmen.

Die Antwort Gottes macht dann deutlich: Fasten ja, aber. Es ist nicht so sehr wichtig, dass man selbst alles richtig macht und mit zunehmender Selbstkasteiung auch verzweifelt. Vielmehr wünscht sich Gott, wie es hier von ihm gesagt wird, dass Fasten nicht um des Fasten willens getan wird, sondern um dem Nächsten zu dienen, sich selbst und Gott. Nur wenn dieser Dreiklang gegeben ist, dann ist es ein echtes und richtiges Fasten. Sehen wir uns die Forderungen des Textes an, so heißt rechtes Fasten etwa auch das wenige, was zum Essen da ist mit dem Hungrigen zu teilen. Das heißt auch jemandem Obdach zu gewähren, oder ihm Kleidung abzugeben, um jetzt mal die Beispiele des Textes zu nennen. Es geht also um Ermutigung sein Leben nach den Motiven und Geboten Gottes zu führen und damit zu leben.

Und dann ist der Text genau genommen nicht mehr so fern von den Motiven des Karnevals, der Faschingszeit. In dem hier gezeigt wird, es geht nicht nur um mich. Ich kann auch über mich selbst lachen, das alles ist nicht so bierernst zu nehmen, in dem es darum geht, geht es auch um das Loslassen von starren und steifen Regeln, die dem eigentlichen Sinn der Nächstenliebe und des Fasten als Ort der Besinnung auf die eigene Beziehung mit Gott entgegenstehen. Und so ist der Text für mich auch Ermutigung: Gott und seine Beziehung zu uns Menschen bleibt bestehen. Gott antwortet. Vielleicht ja auch in der nächsten Büttenrede. Und wer weiß, manchmal ist so eine Wutrede gar nicht schlecht, um sich auf das zu fokussieren und zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Genau wie bei den feinen, satirischen Spitzen der Fastnacht.

 

Ich möchte mit Ihnen heute auch die Worte des Wochenpsalmes teilen. Der Psalm 31 ist einer der Psalmen, die mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen sind. Er ist für mich Ausdruck der Vergewisserung der Güte Gottes, der Begleitung im Leben.

Psalm 31
Herr, auf dich traue ich,
lass mich nimmermehr zuschanden werden,
errette mich durch deine Gerechtigkeit!
Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!
Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!
Denn du bist mein Fels und meine Burg,
und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten;
denn du bist meine Stärke.
In deine Hände befehle ich meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,
dass du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not
und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;
du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Errette mich von der Hand meiner Feinde
und von denen, die mich verfolgen.
Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;
hilf mir durch deine Güte!

Gedanken am 07.02.2021

Gedanken zum Sonntag Sexagesimä – 07.02.2021- Pfarrerin Corinna Koppe

Der Bibeltext für den heutigen Sonntag, Lukas 8,4-15:

Vom Sämann

Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Vom Sinn der Gleichnisse

Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Reiches Gottes, den andern aber ist's gegeben in Gleichnissen, dass sie es sehen und doch nicht sehen und hören und nicht verstehen.

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes.  Die aber an dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: Wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Sie haben aber keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht zur Reife. Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

Wir befinden uns mit diesem Sonntag nicht mehr in der Weihnachtszeit. Der Blick richtet sich zunehmend auf Ostern. Das merken wir schon am lateinischen Namen des Sonntags. Sexagesimä bedeutet übersetzt: 60 Tage bis Ostern. Nur noch anderthalb Wochen und dann beginnt die Passionszeit. Normalerweise ist die Zeit momentan geprägt von Fastnachtsveranstaltungen, Sitzungen und am Faschingswochenende mit Umzügen. Und bewusst in dieser lebhaften Zeit, mitten im Winter, wurde dieser Text dem Sonntag zugeordnet. Ein Text in dem es um das Hören auf Gottes Wort gehen soll. Das Hören auf das Wort Gottes mitten in einer der lebhaftesten Zeiten des Jahres, mitten in der lustigen fünften Jahreszeit. Das Gleichnis vom Sämann erzählt beispielhaft, wie schwierig es im Leben sein kann, wie gut oder wie schlecht man als Mensch auf das Wort Gottes hören kann. Und es tut es ohne Verurteilung, sondern als nüchterne Erzählung.

Schauen wir uns das Gleichnis genauer an. Es erzählt von einem Bauern, der seinen Samen aufs Land bringt. Es scheint sich dabei um einen Bauern zu handeln, für den das finanzielle keine Rolle spielt, der eine große Menge an Samen zur Verfügung hat und nicht geizen muss und überall säen kann. Und das tut er. Genauso ist Gott, Gott ist verschwenderisch mit seinem Wort, mit seiner Liebe und Fürsorge. Aber er überlässt es uns zu wachsen, er säet immer wieder nach, so wie der Bauer.

Schauen wir uns an, was passiert, was den einzelnen Samen geschieht. Es sind 4 Gruppen von Samen zu beobachten. Der erste Teil des Samens fällt auf den Weg und wird zertreten. Oder wie es die Deutung formuliert: Das Wort Gottes wird wieder weg genommen, durch den Teufel. Ja, es gibt Momente, da hört man Worte und kann sie nicht aufnehmen, oder hört sie und sie werden von jemand anderem sofort schlecht gemacht.

Der zweite Teil des Samens fällt auf felsigen Boden und vertrocknet, weil er keine Nahrung und Wasser findet, er kann keine Wurzeln schlagen. Dies steht für menschen, die mit Freuden das Wort Gottes aufnehmen und halten, sich aber nicht darin einüben, und so kann es nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Ich für mich kann sagen, auch mir ging es schon so, da habe ich von Gott und Jesus gehört, gedacht, dass ist eine tolle Geschichte und bin weiter in meinem Alltag gegangen, ohne weiter zu glauben, mich einzuüben… und dann merkte ich auf einmal, mir fehlt da was, ich muss wieder neu von Gott hören, dann habe ich meine Bibel ausgepackt, oder bin nach meiner Konfirmandenzeit dann wieder häufiger in die Kirche gegangen. Da hat sich was verändert. Es ist nicht einfach in den Herausforderungen des Lebens bei Gott und dem Glauben zu bleiben.

Der dritte Teil des Samens fällt zwischen die Disteln und wird erstickt. Das sind Menschen, die im materiellen aufgehen, denen Besitz, Reichtum etc. wichtiger sind, als alles andere. Auch da werden sie bestimmt Beispiele kennen.

Zum Schluss der Teil der auf dem Acker aufgeht und reiche Frucht trägt. Und das Wort Gottes weitergeben, behalten und so Ertrag bringen.

Als ich diesen Text las, darüber nachdachte und jetzt diese Gedanken aufschreibe, da merke ich immer wieder, wie sehr sich ich selbst der Acker bin, auf den Gott sein Wort als Samen streut. Ich kenne alle Deutungen, die Jesus gibt. Und ich glaube, genau das ist es, warum Jesus dieses Gleichnis erzählt. Wir kennen alle die Nöte, die Anfechtungen, aber auch die Hoffnungen des Lebens, die Stärke und Schwäche des eigenen Glaubens. Und dann macht der Text Mut. Und wenn es auch noch so wenig ist, wenn es nur ein einzelnes Samenkorn ist, das aufgeht und Frucht bringt, das reicht. Es wird die Frucht bringen, die Gott gesät hat. Wir können dem Bauern helfen, das Land, unseren eigenen Acker zu bereiten. Der Glaube muss dann von selbst wachsen. Auch das macht Mut: Es ist keine Leistung, sondern ein Geschenk.

Gottesdienste

Mümling Grumbach: 

2. und 4. Sonntag 10.00 Uhr Gottesdienst im Friedrich-May-Haus, Pfarrstr. 5

5. Sonntag im Monat 10.00 Uhr Gottesdienst in der Bergkirche

Termine für Familienkirche werden in der Presse bekannt gegeben

Kindergottesdienst:

nach Terminplan sonntags 11.00 Uhr im Friedrich-May-Haus

 

Hummetroth:

1. und 3. Sonntag 10.00 Uhr im Gemeindehaus, Stockwiesenstraße 1

 

Gottesdienste werden im Heimatboten und im Mümling Boten veröffentlicht.

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