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Der Heimatbote

Der Heimatbote ist der Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Mümling Grumbach.

Er erscheint alle zwei Monate und wird durch ehrenamtliche Austräger/innen an alle ev. Haushalte in Mümling-Grumbach, Hummetroth und Forstel verteilt verteilt.
Die Kosten werden durch Spenden getragen.               (Stand 2025)

 

Mail: redaktion.heimatbote@gmx.de

 

Wie der nachfolgenden geschichtlichen Zusammenfassung zu entnehmen ist, erscheint der Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde bereits seit nunmehr 100 Jahren .

Dabei hat sich sein Erscheinungsbild gewandelt. Jahrzentelang wurde er als Dekanatsblatt für das Dekanat Erbach im Format A 4 herausgegeben. 3 Seiten wurden inhaltlich und einheitlich vom Dekanat gefüllt.Auf der Rückseite des Blattes wurde über Gottesdienste, Geburtstage und Kasualien der eigenen Kirchengemeinde informiert. Ende 1998 wurde das Dekanatsblatt eingestellt und die Kirchengemeinde startete im Januar 1999 mit der Ausgabe 0 im Format A5.

Damals arbeiteten Ruth Friedt, Rosi Schneider, Klaus Schimmel, Arno Jekel und Mike Rupprecht als Redaktionsteam.

Im April/Mai 2002 bekam der Heimatbote ein neues Gesicht. Alle Generationen in der Gemeinde sollten angesprochen werden. Auch das inhaltliche Konzept wurde überarbeitet. Von nun an steht jede Ausgabe unter einem anderen Thema.

Im Lauf der Jahre haben zahlreiche Pfarrer und Pfarrerinnen sowie mehrere engagierte Ehrenamtliche im Redaktionsteam mitgearbeitet, sich Themen überlegt und passende Texte zusammengetragen. Fünf Männer übernahmen in den vergangenen 25 Jahren ehrenamtlich die Layoutgestaltung.

Derzeit gehören dem Redaktionsteam an: Dieter Panzer (Layout), Hermine Wießmann und Rosemarie Schneider. Ein fester Stamm von Gastautorinnen und Autoren unterstützt das Team.

Der Heimatbote im Wandel der Zeit

Einige geschichtliche Daten und Ereignisse entnommen aus alten Heimatboten-Ausgaben:

Zusammengestellt von Mike Ruppercht


"Seit wann wir wohl unser Gemeindeblatt haben ? Wir meinen, es müsse schon immer da gewesen sein. Aber, wenn wir es recht überlegen, fällt uns ein, dass es ja noch gar nicht alt ist. Man schrieb 1914. Die wehrfähigen Männer standen im Felde. Weihnachten 1914 kam wohl in vielen unseren Gemeinden das erste Gemeindeblatt heraus. Bei der langen Dauer des Krieges war nun freilich ein Durchhalten nicht leicht. Noch durfte das Blatt nicht regelmäßig erscheinen."
"1920 war's, da wagten sich einige Gemeindeblätter heraus, sogar in großem Format. Ein paar Pfarrer hatten sich zusammengetan und mit 3 Seiten gemeinsamen Text und einer besonderen Seite für ihre Gemeinde ein Blatt herausgebracht. Aber von Monat zu Monat wuchsen die Schwierigkeiten und nur die Dollars der amerikanischen Leser konnten noch das junge Gemeindeblatt in der Flut der Inflation über Wasser halten."
"So musste denn 1924 zum dritten Male begonnen werden. Und wir haben es gewagt. Waren es zunächst acht Nummern im Jahr, seit 1927 erscheint das Blatt monatlich."
Unter dem Titel "Die Heimatkirche" erscheint nun das evangelische Gemeindeblatt für den Pfarrbezirk Mümling-Grumbach. Es ist Bestandteil des Gemeindeblattes für die evangelischen Kirchen der ehemaligen Herrschaft Breuberg. Verantwortlich für den allgemeinen Teil ist Pfarrer Römheld zu Sandbach, für den lokalen Teil Pfarrer Trapp zu Mümling-Grumbach.
In der Weihnachtsausgabe des Jahres 1926 lesen wir : "Nun sind wir auch in Mümling-Grumbach so weit, dass wir bald einen Frauenverein haben werden. Die Gründungsversammlung ist bereits gewesen, künftig soll alle 14 Tage am Freitag ein Abend gehalten werden...".
Die redaktionelle Verantwortung für den lokalen Teil wechselt im Laufe der nächsten Jahre recht häufig. Im August 1927 übernimmt dies Pfarrer Koch aus Höchst für 3 Monate, in der Weihnachtsausgabe 1927 Pfarrer Bickel aus Mümling-Grumbach und im Jan 1929 Pfarrer Scriba. Im Gemeindeblatt Dez 1929 erfährt man, dass die Kinder nun auch die Gelegenheit haben, an einem eigens für sie eingerichteten Kindergottesdienst teilzunehmen. "Das ist eine Freude, wenn die kleine Gesellschaft das ganze Kirchlein füllt und mit Begeisterung singt, zuhört oder selbst redet. Auch die Etzen-Gesäßer und Hummetrother Kinder stellen sich ebenfalls getreulich ein."
"Frau Stein hat aus Amerika einen richtigen Dollar für die Übersendung des Gemeindeblattes geschickt!"
Im Juni 1932 ändert sich das Erscheinungsbild des Gemeindebriefes. Der Umfang beträgt aber weiterhin 4 DIN A4 Seiten. Für den lokalen Teil der Ausgaben ist nun Pfarrrassistent Zulauf zuständig. Über das kirchliche Leben im Jahre 1932 erfahren wir im Jan 1933 folgendes:
"Unsere kirchlichen Vereine haben an der Jahreswende folgenden Mitgliederbestand aufzuweisen gehabt: der Jugendverein: 12 Burschen und 32 Mädchen, Jungschar 25; die Jungmänner sind in diesem Winter wegen des Mangels eines geeigneten Versammlungsraumes noch nicht zusammengekommen. Der ev. Frauenverein zählt z.Zt. 53 Frauen. Am hl. Abendmahl haben im Laufe des letzten Jahres teilgenommen 493 Glieder unserer Gemeinden, im Vergleich zu 333 Teilnehmern im Jahre 1931..."
Im Jan 1937 folgt ein kurzer Zahlenbericht: "Im Kirchspiel wurden 71 Hauptgottesdienste gehalten, 10 Nebengottesdienste, 6 Christenlehren und 15 Kindergottesdienste, die insgesamt von 2316 Männern, 3776 Frauen und 3469 Kindern besucht waren. Das ergibt eine durchschnittliche Besucherzahl von 27 Männern, 43 Frauen und 34 Kindern. Zum heiligen Abendmahl kamen 424, das sind 31,48% der landeskirchlichen Evangelischen."
Nach Beginn des Krieges erscheint der Gemeindebrief als Nebenausgabe des Evangelischen Kirchenbote für Hessen. Vom Jahre 1940 sind leider nur noch 2 Ausgaben im Archiv vorhanden.
Dann klafft eine große Lücke und es beginnt wieder mit der Nummer 2 im Mai 1952. Das Erscheinungsbild des "Heimatboten" wird sich nun in den nächsten 47 Jahren nicht wesentlich ändern.
Die Spuren des Krieges sind unübersehbar und noch im Februar 1953 lesen wir:
"Die letzte Konfirmation im Krieg, Ostern 1945 wurde von einem, mit der Truppe durchziehenden, Pfarrer gehalten. Konfirmanden und Angehörige sahen sich schon auf dem Heimweg von Fliegerbomben bedroht und jäh aus dem Frieden des Gotteshauses entrissen. Die beiden Glocken waren verstummt und auch Pfarrer Heinz Simon eingezogen..."
Im November 1960 lesen wir im Heimatboten: "Mit dem Bau des Pfarrhauses ist nun begonnen worden. Vor Wintereinbruch soll noch das Dach gedeckt werden."
Die Statistik der Gemeinde aus dem gleichen Jahr sagt: "Getauft wurden 38 Kinder, konfirmiert wurden 8 Jugendliche. Getraut wurden 11 Paare. Zur letzten Ruhe mussten wir 14 Gemeindemitglieder bestatten."

Im Juni 1962 beschloss die Kirchengemeindevertretung eine kleine Orgel, ein sogenanntes Orgelpositiv, anzuschaffen. Die Firma Walcker & Co. in Ludwigsburg wird die Orgel bauen. Etwa im Juli oder August soll sie aufgestellt werden. Wahrscheinlich kommt die Orgel auf der Empore zu stehen, vielleicht aber auch im Schiff der Kirche, an der Stelle, wo jetzt der Pfarrstuhl steht."
Im Heimatboten des September 1969 wird berichtet, das die Baupläne für das neue Gemeindehaus in Mümling-Grumbach genehmigt sind. Im Mai 1970 lesen wir dann: "Der Gemeindehausbau ist nun tatsächlich in Gang gekommen. 6 Jahre hat es gedauert, bis es endlich so weit war. Infolge der ständig steigenden Baukosten und Personalkosten wird es immer schwieriger in unserer Landeskirche, Neubauten durchzuführen. Hoffentlich weiß man es in unserer Gemeinde zu schätzen, dass wir noch bauen können..."
Viele Jahre bot der Heimatbote ein konstantes Erscheinungsbild. Das sollte sich 1999 ändern.

1999 - es ist soweit. Ein Redaktionsteam wird gegründet und im Jan 1999 erscheint die Nr. 0. Der Heimatbote erscheint nun im Abstand von 2 Monaten und kommt in handlicher Heftform und umfasst immerhin schon12 Seiten.
Wer es bemerkt hat, im Laufe der Zeit wird der Heimatbote immer dicker (wir sind jetzt bei 36 Seiten).


 

 

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